11. Juni 2026

Vortrag über Hermann Sudermann

Am 19. Oktober fand im Simon-Dach-Haus ein Abend über Hermann Sudermann und Hugo Scheu statt. Den Vortrag über die Freundschaft und Gemeinsamkeiten zweier besonderen Persönlichkeiten aus Heydekrug/ Šilutė hielt Roma Šukienė, Hugo-Scheu-Museums Mitarbeiterin. Sie machte das reichlich versammelte Publikum mit den wichtigsten Fakten und interessanten Details aus dem Leben von Sudermann und Scheu bekannt. Nach dem Vortrag gab es eine Möglichkeit, sich beim Kaffee darüber ausführlicher zu unterhalten.

Der Vortrag war eine Aktivität des umfangreichen Projekts des Vereins der Deutschen in Klaipeda „Auf den Spuren von Hermann Sudermann“.

Das Projekt wird gefördert von:  Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutschland (BMI).

Auf den Spuren von Hermann Sudermann in Heydekrug/Šilutė

Am 14. Oktober 2022 unternahmen 40 Schüler des Herman Sudermann Gymnasiums eine Fahrt ins Memelland, nach Heydekrug/Šilutė. Das Ziel der Fahrt war die Spuren von Hermann Sudermann in Šilutė und der Umgebung zu finden. In Matzicken (Macikai) am Geburtshaus wartete auf die Gruppe eine Fremdenführerin, die ausführlich über die Familie und frühe Kindheit von Hermann Sudermann erzählte. Danach erfuhren die Kinder, wo Sudermann zur Schule ging, welche Kirche er besuchte, wo die Apotheke stand, in der er arbeitete, das Hotel „Germania“, wo er später, als er schon ein berühmter Schriftsteller war, übernachtete, das Gefängnis, das er besuchte, als er „Litauische Geschichten“ schrieb, der Markt. Die Schüler besuchten den Friedhof und die Grabstätte der Eltern Hermann Sudermanns, lutherische Kirche, den Bahnhof.

Danach hatten die Schüler eine interessante Führung im Hugo Scheu Museum. Sie erfuhren viel Interessantes über Hugo Scheu, den bedeutendsten Gutsherren von Heydekrug, den grüßten Mäzen des Ortes und guten Freund von Hermann Sudermann.

Der weitere Teil des Ausfluges führte die Schüler auf den Spuren der Figuren aus „Litauische Geschichten“, die zu den bedeutendsten Werken des Schriftstellers zählen. Der Guide erzählte über die Überschwemmungen und  die Bismarck-Kolonie, die in „Jons und Erdme“ beschrieben sind, auf der Insel Ruß bewunderten sie die Memel (Nemunas) und ihre Arme Atmath (Atmata), Skirwieth (Skirvytė) und Pokallna (Pakalnė). Danach führte der Weg auf die Windenburger Ecke (Ventės ragas), wo wir über “Die Reise nach Tilsit” gesprochen haben. Auf der Rückfahrt erführen die Schüler vom Guide über den Wilhelm Kanal, Prökuls und andere Besonderheiten des Memellandes.

Während der gesamten Fahrt haben die Schüler gut zugehört, sich etwas notiert und viel fotografiert.

Der Ausflug war eine Aktivität des Projekts des Vereins der Deutschen in Klaipeda „Auf den Spuren von Hermann Sudermann“, das gemeinsam mit dem Hermann-Sudermann-Gymnasium durchgeführt wird. Es wird vom Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutschland (BMI) finanziert.

Die weiteren Etappen des Projektes: ein Vortrag üner die Freundschaft des Hermann Sudermann mit Hugo Scheu im Simon Dach Haus, Lesung-Wettbewerb aus den Werken von Hermann Sudermann, Vorträge der Schüler über Hermann Sudermann und Foto Ausstellung.

DKT 2022: „Freimaurer in Memel/ Klaipėda“

Am 25. Oktober hat der Verein der Deutschen in Klaipėda zum Stadtrundgang zum Thema „Freimaurer in Memel/ Klaipėda“ eingeladen. Obwohl es keine sichtbaren Spuren von den Freimaurern in Klaipėda mehr gibt, hat das Thema mehr Interessierte als von uns erwartet gelockt. Beim Rundgang haben die Teilnehmer über die Gründung der Freimaurer Loge in Memel, über die bekanntesten Loge-Brüder und auch über verschiedene wahre Geschichten und damit verbundene Mythen erfahren.

Die Fremdenführung war Teil des Projekts „Deutsche Kulturtage 2022“, das vom Departement der Volksminderheiten Litauens und des Zentrums für Volksminderheiten-Kulturen gefördert.

Interessante und berühmte Persönlichkeiten der Stadt Memel/Klaipeda

Am 17. und 24. September hat der Verein der Deutschen in Klaipeda zu den Stadtführungen eingeladen, wobei die Persönlichkeiten: Simon Dach, Arno Esch, Richard Wagner, Julius Kröhl, Jonas Plaskus, Heinrich Schliemann, Schwestern Anna und Margarethe Sinnhuber, Georg Sauerwein, Friedrich Wilhelm Argelander und Karl Eulenstein vorgestellt wurden. Obwohl der Morgen des 17. Septembers regnerisch war, gab es mehrere interessierte Teilnehmer. Wir freuen uns über das rege Interesse an unseren Stadtführungen und die Zufriedenheit der Teilnehmer. Wir wurden angeregt, weitere interessante und originelle Routen in der Stadt auszuarbeiten und sie der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Route auf den Spuren berühmter Menschen, die in Klaipeda geboren sind oder hier eine Zeitlang verbrachten, wurde als Teil des Projekts „Interessante, berühmte und geheimnisvolle Persönlichkeiten der Stadt Memel/Klaipeda“. Das Projekt wird von der Stadtverwaltung Klaipeda gefördert und ist dem 770. Stadtjubiläum gewidmet.  

DKT2022: Ausflug auf die Kurische Nehrung

Am Sonntag, den 11. September 2022, organisierte Verein der Deutschen in Klaipeda einen Ausflug auf die Kurische Nehrung. Das Ziel war das deutsche Erbe auf der Kurischen Nehrung zu erkunden. Bei der Zusammensetzung des Programms, achteten wir darauf, dass wir solche Orte besuchen und über solche Objekte ausführlicher sprechen, die man als Privatperson ohne Auto schwer erreichen kann. Das war ein echter Vereinsausflug: vom 8-jährigen bis zum 80-jährigen – alle drei Generationen waren vertreten. In Schwarzort/Juodkrante besuchten wir den Friedhof und das Villenviertel, sprachen über Bezzenberger und Ludwig Rhesa, in der Kirche hatten den evangelischen Gottesdienst. Wir machten halt an der Kormoranen-Kolonie und fuhren weiter nach Nida. Parniddener Düne, ethnografischer Teil von Nida mit der tollen Darstellung der Fischerleben auf der Nehrung in früherer Zeit, Blode Haus, Künstler Kolonie, Kurenwimpeln, Thomas Mann Haus – vieles wurde erzählt und vieles war für die Reisegruppe neu. Auf dem Rückweg machten wir halt in Preil und besuchten den Friedhof auch dort, in Perwelk sahen wir den Leuchtturm, sprachen über die versandeten Dörfer und tote Dünen. Dieser Ausflug war nicht nur sehr informativ, sondern stärkte auch das Gefühl des Zusammenhalts zwischen den Vereinsmitgliedern. Der Ausflug wurde im Rahmen des Projektes „Deutsche Kulturtage 2022“ organisiert. Das Projekt wird vom Departement der Volksminderheiten zum Teil gefördert. Für das tolle Mittagessen sind wir der Berliner-Gruppe und seinen Leiter Hans-Jürgen Müller dankbar.