12. Juli 2026

Interessante und berühmte Persönlichkeiten der Stadt Memel/Klaipeda

Am 17. und 24. September hat der Verein der Deutschen in Klaipeda zu den Stadtführungen eingeladen, wobei die Persönlichkeiten: Simon Dach, Arno Esch, Richard Wagner, Julius Kröhl, Jonas Plaskus, Heinrich Schliemann, Schwestern Anna und Margarethe Sinnhuber, Georg Sauerwein, Friedrich Wilhelm Argelander und Karl Eulenstein vorgestellt wurden. Obwohl der Morgen des 17. Septembers regnerisch war, gab es mehrere interessierte Teilnehmer. Wir freuen uns über das rege Interesse an unseren Stadtführungen und die Zufriedenheit der Teilnehmer. Wir wurden angeregt, weitere interessante und originelle Routen in der Stadt auszuarbeiten und sie der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Route auf den Spuren berühmter Menschen, die in Klaipeda geboren sind oder hier eine Zeitlang verbrachten, wurde als Teil des Projekts „Interessante, berühmte und geheimnisvolle Persönlichkeiten der Stadt Memel/Klaipeda“. Das Projekt wird von der Stadtverwaltung Klaipeda gefördert und ist dem 770. Stadtjubiläum gewidmet.  

DKT2022: Ausflug auf die Kurische Nehrung

Am Sonntag, den 11. September 2022, organisierte Verein der Deutschen in Klaipeda einen Ausflug auf die Kurische Nehrung. Das Ziel war das deutsche Erbe auf der Kurischen Nehrung zu erkunden. Bei der Zusammensetzung des Programms, achteten wir darauf, dass wir solche Orte besuchen und über solche Objekte ausführlicher sprechen, die man als Privatperson ohne Auto schwer erreichen kann. Das war ein echter Vereinsausflug: vom 8-jährigen bis zum 80-jährigen – alle drei Generationen waren vertreten. In Schwarzort/Juodkrante besuchten wir den Friedhof und das Villenviertel, sprachen über Bezzenberger und Ludwig Rhesa, in der Kirche hatten den evangelischen Gottesdienst. Wir machten halt an der Kormoranen-Kolonie und fuhren weiter nach Nida. Parniddener Düne, ethnografischer Teil von Nida mit der tollen Darstellung der Fischerleben auf der Nehrung in früherer Zeit, Blode Haus, Künstler Kolonie, Kurenwimpeln, Thomas Mann Haus – vieles wurde erzählt und vieles war für die Reisegruppe neu. Auf dem Rückweg machten wir halt in Preil und besuchten den Friedhof auch dort, in Perwelk sahen wir den Leuchtturm, sprachen über die versandeten Dörfer und tote Dünen. Dieser Ausflug war nicht nur sehr informativ, sondern stärkte auch das Gefühl des Zusammenhalts zwischen den Vereinsmitgliedern. Der Ausflug wurde im Rahmen des Projektes „Deutsche Kulturtage 2022“ organisiert. Das Projekt wird vom Departement der Volksminderheiten zum Teil gefördert. Für das tolle Mittagessen sind wir der Berliner-Gruppe und seinen Leiter Hans-Jürgen Müller dankbar.

Auf den Spuren von Hermann Sudermann

Der Verein der Deutschen in Klaipeda führt ein Projekt zum 30.-jährigen Jubiläum des Hermann-Sudermann-Gymnasiums durch.  Es heißt „Auf den Spuren von Hermann-Sudermann“ und wird vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat der Bundesrepublik Deutschland gefördert. Im Rahmen dieses Projektes sind mehrere Aktivitäten geplant: Lesewettbewerb, Ausflug nach Heydekrug/Silute mit einer Führung auf den Spuren von Hermann-Sudermann, Fotoausstellung, Vorträge über Hermann-Sudermann und anderes.  Am 8. September, gleich nach dem Beginn des Schuljahres, trafen sich im Simon-Dach-Haus Deutschlehrer, um die Organisation des Lesewettbewerbs zu besprechen. Es wurde beschlossen, am 20. Oktober den Lesewettbewerb im Simon-Dach-Haus zu veranstalten.  Am Wettbewerb könnten 15 Schüler des HSG und 15 Deutschlernende aus anderen Schulen der Stadt teilnehmen. Das Ziel des Wettbewerbs ist das Lesen der deutschen Autoren in deutscher Sprache zu fördern, die Bekanntschaft mit den Werken von Hermann Sudermann zu machen und auch mehr über Hermann Sudermann zu erfahren.

Deutsche Kulturtage 2022, Stadtführung „Stadt ohne Türme“

Im Rahmen der von unserem Verein durchzuführenden Deutschen Kulturtage 2022, wurde eine neue Route ausgearbeitet. „Stadt ohne Türme“ heißt sie. Am 19. August hat der Verein der Deutschen in Klaipeda sie vorgestellt, indem alle Interessierten an der Stadtgeschichte Memel/Klaipeda zu einer Führung eingeladen wurden. Es ging dabei um Kirchen, deren Türme die Ansicht unserer Stadt mehrere Jahre geprägt haben, die es heute nicht mehr gibt: St. Johannis, Reformierte, Katholische aber auch um die Geschichte anderer Kirchen unserer Stadt. Da der Wiederaufbau der St. Johannis Kirche nach vielen Jahren Stillstands konkretere Züge aufgenommen hat, bewegt dieses Thema unseren Verein sehr und besonders im Jubiläumsjahr. Die Teilnehmer zeigten sich sehr interessiert, stellten mehrere Fragen und diskutierten mit. Die Route wurde ausgearbeitet und die Führung wurde gemacht von Daiva Statkuvienė, die mit viel Applaus und Lob von allen.

Literarische Fachtagung: Baltische Kultur- und Literaturhistoriker – Vermittler zwischen West und Ost

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung möchte Sie herzlich zur  

Literarischen Fachtagung

Baltische Kultur- und Literaturhistoriker – Vermittler zwischen West und Ost

vom 18. bis 20. August 2022 in Memel / Klaipėda in Litauen

einladen.

Falls Ihnen eine persönliche Teilnahme nicht möglich ist, so können Sie die wiss. Fachtagung im  Livestream auf dem YouTube-Kanal der Kulturstiftung mitverfolgen www.bit.ly/kulturstiftungvideo. Die wiss. Fachtagung wird auch nach der Übertragung weiterhin auf dem YouTube-Kanal der Kulturstiftung abrufbar sein.

Im Zentrum der Tagung stehen das Leben und Wirken, vor allem aber das Werk von Literatur- und Kulturhistorikern, die seit dem 17. Jahrhundert in den baltischen Staaten (in den heutigen Grenzen) gewirkt oder über die dortigen Literaturen geforscht haben. Insbesondere das 19. Jahrhundert hat große Gestalten hervorgebracht, die die deutschsprachige Literatur bzw. das deutschsprachige Schrifttum in diesen Regionen zu einer Zeit erforscht haben, als dort überall das Interesse an den nationalen – estnischen, lettischen und litauischen – Literaturen wuchs.

Bis heute bekannte Forscher wie Leonid Hans Nikolaus Arbusow, aber auch unbekanntere Amateure wie Johannes Sembritzki haben durch ihre Publikationen in diesen baltischen Kontaktregionen herausragende Rollen als kulturelle Vermittler vor Ort, aber ebenso in das westliche Kaiserreich und die Weimarer Republik eingenommen. Nach 1945 sind ihre Schriften oftmals die besten und einschlägigen Veröffentlichungen zum literarischen und geistigen Leben in diesen Regionen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie in den Anhängen:

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Eva Schmiederkal

Kreative Werkstatt

“Deutsche Spuren: entdecken, dokumentieren, bewerben”, – so heißt das Projekt, das vom Verein der Deutschen in Klaipėda zur Zeit durchgeführt wird. Das Ziel des Projektes ist touristische Routen in jeweiligen Ländern mit den Objekten des deutschen Nachlasses auszuarbeiten und dadurch die Mitglieder der Vereine für die deutsche Geschichte in ihren Ländern zu sensibilisieren. Am 18. September hat unser Verein 10 Mitglieder der Deutschen Vereine in Lettland und Litauen zum ersten digitalen Treffen eingeladen. In sechs Stunden behandelten die Projektteilnehmer folgende Themen: was ist Erbe, was ist Nachlass, was kann ein touristisches Objekt sein, worauf muss man bei der Beschreibung eines Objektes achten, wie werden touristische Routen zusammengestellt. Die Teilnehmer haben sich eine digitale Führung in Klaipėda mit den Objekten des deutschen Nachlasses angesehen und danach sie besprochen. Es war eine sehr aufschlussreiche Diskussion. Man konnte erkennen, wie unterschiedlich die “Touristen”, d.h. die Teilnehmer”, auf die Objekte und die Informationen reagieren.

Unser Verein freut sich über die aktive Teilnahme der Kollegen an allen Einheiten unseres digitalen Treffens und dankt den Referentinnen Margarita Mačiūnė, Universität Klaipėda und Laurencija Budrytė-Ausiejienė, Klaipėda State University of Applied Sciences sowie Arnold Piklaps für die technische Unterstützung. Das nächste Treffen ist am 9. Oktober vorgesehen. Bis dahin werden die Teilnehmer “ihre” Objekte des deutschen Nachlasses finden und sie beim Treffen präsentieren. Das Projekt wird vom Ministerium des Innern für Bau und Heimat der BRD gefördert.