12. Juli 2026

Literarische Fachtagung: Baltische Kultur- und Literaturhistoriker – Vermittler zwischen West und Ost

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung möchte Sie herzlich zur  

Literarischen Fachtagung

Baltische Kultur- und Literaturhistoriker – Vermittler zwischen West und Ost

vom 18. bis 20. August 2022 in Memel / Klaipėda in Litauen

einladen.

Falls Ihnen eine persönliche Teilnahme nicht möglich ist, so können Sie die wiss. Fachtagung im  Livestream auf dem YouTube-Kanal der Kulturstiftung mitverfolgen www.bit.ly/kulturstiftungvideo. Die wiss. Fachtagung wird auch nach der Übertragung weiterhin auf dem YouTube-Kanal der Kulturstiftung abrufbar sein.

Im Zentrum der Tagung stehen das Leben und Wirken, vor allem aber das Werk von Literatur- und Kulturhistorikern, die seit dem 17. Jahrhundert in den baltischen Staaten (in den heutigen Grenzen) gewirkt oder über die dortigen Literaturen geforscht haben. Insbesondere das 19. Jahrhundert hat große Gestalten hervorgebracht, die die deutschsprachige Literatur bzw. das deutschsprachige Schrifttum in diesen Regionen zu einer Zeit erforscht haben, als dort überall das Interesse an den nationalen – estnischen, lettischen und litauischen – Literaturen wuchs.

Bis heute bekannte Forscher wie Leonid Hans Nikolaus Arbusow, aber auch unbekanntere Amateure wie Johannes Sembritzki haben durch ihre Publikationen in diesen baltischen Kontaktregionen herausragende Rollen als kulturelle Vermittler vor Ort, aber ebenso in das westliche Kaiserreich und die Weimarer Republik eingenommen. Nach 1945 sind ihre Schriften oftmals die besten und einschlägigen Veröffentlichungen zum literarischen und geistigen Leben in diesen Regionen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie in den Anhängen:

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Eva Schmiederkal

30 Jahre dem Verband der Deutschen in Lettland

Am 20. Mai 2022 fand an der Akademischen Bibliothek der Universität Lettlands die Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Verbands der Deutschen in Lettland. Für die Feier hat man sich für ein Symposium zum Thema „Identität, Herausforderungen, Visionen“ entschieden. Das Programm war sehr vielfältig. Den zusammenfassenden Vortrag über die Tätigkeit und das Erreichte hielt Ilze Garda, die Vorsitzende des Verbandes und Koordinatorin der deutschen Vereine im Baltikum. Weitere Referenten berichteten zu den Themen: „Aktivitäten der Kulturstiftung des livländischen Adels von 1909 bis 1926“, „Schlager in Lettland in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhundert: Herausbildung und Erbe des Genres“, „Leugnung deutscher Wurzeln und lettische Identität“, „Die gesellschaftliche Eingliederung der Deutschen in Lettland nach 1945: die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Latvija – Heimatland“, „Vom Vietinghoff-Theater zum Wagner-Haus“. Den musikalischen Beitrag leistete das Ensemble „Morgenrot“. Leider musste der Gastredner Bernhard Gaida, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten bei der FUEN, absagen. Er schickte aber eine Videobotschaft und den Vortrag bekamen aber alle Teilnehmer ausgehändigt.

An der Festveranstaltung nahmen die Vertreter des Vereins der Deutschen in Klaipėda teil: Arnold Piklaps, Vorsitzender, und Rasa Miuller, Kultur-Projektmanagerin.

Nach dem offiziellen Teil haben sie gemeinsame Projekte für das laufende Jahr und für 2023 besprochen. Wir freuen uns schon jetzt über den Besuch von Ilze Garda, Koordinatorin des BMI fürs Baltikum, bei uns im Simon-Dach-Haus.

Foto: Janis Brencis

Vorstellung der Ausstellung anlässlich des 415-ten Geburtstags von Simon Dach

Simon Dach wurde am 29. Juli 1605 in Memel geboren. Der Verein der Deutschen in Klaipėda feierte den 415. Geburtstag des bekannten Dichters des 17. Jahrhunderts in der Öffentlichen I. Simonaitytės Kreisbibliothek Klaipėda. Dort, in der Periodika-Abteilung stellten wir eine Ausstellung über Simon Dach vor, die anlässlich des 410. Geburtstags des Dichters und als Beitrag des Vereins zur internationalen Konferenz „Dichtung und Musik im Umkreis der Kürbishütte. Königsberger Poeten und Komponisten des 17. Jahrhunderts“, die 2015 im Simon-Dach-Haus stattfand, konzipiert wurde.

Während der Veranstaltung klang „Ännchen von Tharau“ in deutscher und auch in litauischer Sprachen sowie geistige Lieder, die zu den Texten von Simon Dach komponiert worden sind. Die Mitarbeiter der Bibliothek bereiteten eine kleine Ausstellung der Bücher über Simon Dach und der Gesangbücher in deutscher und litauischer Sprachen mit den Texten von Simon Dach. Wir haben uns für den Vortrag von Prof. Dr. habil. Axel Walter entschieden, der zum 450. Todestag des Dichters geschrieben wurde und von Arina Jackutė, Mitarbeiterin der Bibliothek, vorgelesen wurde. Die Schüler des Hermann-Sudermann-Gymnasiums Elzė Einars und Jokūbas Kulevičius machten die Anwesenden mit den interessantesten Fakten aus dem Leben von Simon Dach bekannt. Sehr bewegend waren die Erinnerungen von der Ehrenvorsitzenden des Vereins der Deutschen in Klaipeda Magdalena Piklaps über das historische Moment, die Enthüllung des Simon-Dach-Brunnens am 18. November 1989 auf dem Theaterplatz. Sie erzählte, wie die Vereinsmitglieder zum ersten Mal als Deutsche mit selbst aus Papier ausgeschnittenen und schwarz-rot-gold ausgemalten Fähnchen sich dort zeigten und wie stolz aber auch immer noch ängstlich standen und „Ännchen von Tharau“ sangen.

Es war ein schöner Beitrag des Vereins der Deutschen in Klaipeda zum 415. Geburtstags Simon Dachs. Durch die Veranstaltung führten Rasa Miuller, Kulturmanagerin des Vereins und Arnold Piklaps, Direktor des Simon-Dach-Hauses. Die Organisatoren bedanken sich bei Arina Jackutė, die vieles zur Veranstaltung beigetragen hat.

Vytautas Jankauskas gewinnt das Landesfinale von Jugend debattiert international in Litauen

Vytautas Jankauskas  vom Jesuitengymnasium Vilnius erreicht mit starken Argumenten das Internationale Finale des deutschsprachigen Debattierwettbewerbs.

„Soll eine Frauenquote in den Vorständen größerer litauischer Unternehmen eingeführt werden?“ Über diese Frage stritten am 4. Mai 2011 die besten jungen Debattanten aus Litauen. Vytautas Jankauskas  vom Jesuitengymnasium Vilnius und Martynas Kandratavičius vom Jesuitengymnasium Kaunas haben sich mit Fairness und guten Argumenten den ersten und zweiten Platz verdient und werden Litauen am 21. Oktober 2011 beim großen Internationalen Finale der acht Wettbewerbsländer in Kiew vertreten. (mehr …)