14. Oktober 2026

Kreative Werkstatt

“Deutsche Spuren: entdecken, dokumentieren, bewerben”, – so heißt das Projekt, das vom Verein der Deutschen in Klaipėda zur Zeit durchgeführt wird. Das Ziel des Projektes ist touristische Routen in jeweiligen Ländern mit den Objekten des deutschen Nachlasses auszuarbeiten und dadurch die Mitglieder der Vereine für die deutsche Geschichte in ihren Ländern zu sensibilisieren. Am 18. September hat unser Verein 10 Mitglieder der Deutschen Vereine in Lettland und Litauen zum ersten digitalen Treffen eingeladen. In sechs Stunden behandelten die Projektteilnehmer folgende Themen: was ist Erbe, was ist Nachlass, was kann ein touristisches Objekt sein, worauf muss man bei der Beschreibung eines Objektes achten, wie werden touristische Routen zusammengestellt. Die Teilnehmer haben sich eine digitale Führung in Klaipėda mit den Objekten des deutschen Nachlasses angesehen und danach sie besprochen. Es war eine sehr aufschlussreiche Diskussion. Man konnte erkennen, wie unterschiedlich die “Touristen”, d.h. die Teilnehmer”, auf die Objekte und die Informationen reagieren.

Unser Verein freut sich über die aktive Teilnahme der Kollegen an allen Einheiten unseres digitalen Treffens und dankt den Referentinnen Margarita Mačiūnė, Universität Klaipėda und Laurencija Budrytė-Ausiejienė, Klaipėda State University of Applied Sciences sowie Arnold Piklaps für die technische Unterstützung. Das nächste Treffen ist am 9. Oktober vorgesehen. Bis dahin werden die Teilnehmer “ihre” Objekte des deutschen Nachlasses finden und sie beim Treffen präsentieren. Das Projekt wird vom Ministerium des Innern für Bau und Heimat der BRD gefördert.

Der 1. September

Der 1. September diesen Jahres war besonders, weil die Schüler wieder zum Kontaktunterricht in die Schulen durften. Die Stadt Klaipeda hat eine schöne Tradition: am 1. September werden die Erstklässler und die Abiturklassen im Namen der Stadt auf dem Lietuvininku aikste gemeinsam begrüßt. Die Abiturienten des Hermann-Sudermann-Gymnasiums bereiteten sich auf das Fest schon am Vorabend auf dem Hof des Simon-Dach-Hauses vor, indem sie das Auto, das die Fahne des Gymnasiums durch die Stadt fahren wird, mit deutschen Symbolen schmückten. 

Das Wetter spielte am 1. September mit. Die Eröffnung des Schuljahres auf dem Lietuvininku aikste war sehr bewegend. Am Gymnasium wurden die Autos mit Schülern und der Gymnasiumsfahne ungeduldig erwartet.

Wegen Corona Einschränkungen mussten die 2-4, 6-11 Klassen die Eröffnung des Schuljahres schon eine Stunde vorher feiern. Das trübte aber die feierliche Stimmung der Erstklässler, der Fünftklässler und der Abiturienten gar nicht. Auf dem Schulhof wurden sie von der Schulleiterin Jolita Andrijauskiene begrüßt. Die Erstklässler und die Abiturienten kamen auch zum Wort, genauso wie die Sänger des Gymnasiums. Wir freuen und, dass der Vorsitzende des Vereins Klaus Peter Paul Grudzinskas und der Vorstandsmitglied, Dirktor des Simon-Dach-Hauses Arnold Piklaps im Namen des Vereins der Deutschen in Klaipeda auch zum Grußwort gebeten wurden. Wir wünschen den Schülern, Lehrern und auch den Eltern viel Erfolg, Zusammenhaltung und Durchhaltevermögen.

Backsteinarchitektur in Klaipėda

Am 18-20 Juni 2021 fand in Klaipėda ein Jugendlichen-Workshop zum Thema „Backsteinarchitektur in Klaipėda“ statt. Daran nahmen 10 Jugendliche im Alter von 15-17 Jahre aus Šiauliai., Kaunas und Klaipėda teil.

Das Ziel des Workshops war die Geschichte der Stadt und die Tradition der Backsteinarchitektur in Klaipėda den Teilnehmern näher zu bringen, um eine touristische Route zum Thema „Backsteinarchitektur in Klaipėda“ auszuarbeiten.

Während des Workshops besuchten die Jugendlichen das Burgmuseum, hatten eine Führung in der Altstadt und der historischen Neustadt, konnten sich die Gasholder der alten Gasfabrik Memel anschauen und hörten einen Vortrag von Dr. Arūnas Baublys über die Tradition der Backsteinarchitektur in Ostpreußen an.

Von der Referentin Laurencija Budrytė-Ausiejienė wurden sie in die Methodik und spezifische Regeln der Ausarbeitung touristischen Routen eingeführt.

Obwohl die Temperatur über 30 Grad stieg, blieben die Jugendlichen motiviert. Am Ende des Workshops während der Besprechung erzählten die Jugendlichen, dass sie viel Neues erfahren haben und würden auch an weiteren Workshops gerne teilnehmen.

Wir als Veranstalter sind auf die Texte der Teilnehmer und von ihnen ausgearbeitete Route „Backsteinarchitektur in Klaipeda“ sehr gespannt. Dafür haben die Jugendlichen noch zwei Wochen Zeit. Die Route wird auf der Homepage des Goethe Instituts auf Deutsch und Litauisch zu lesen sein. Der Workshop wurde vom Goethe Institut Vilnius finanziert, wofür wir sehr dankbar sind. 

Während des Workshops wurden die Hygiene Vorschriften eingehalten, die Schüler haben die meiste Zeit draußen verbracht. Wir danken der Firma UAB „Lithutec“  für die freundliche  finanzielle Unterstützung, die wir für den Erwerb des Zeltes gebraucht haben.

Martinstag

Der Verein der Deutschen in Klaipėda konnte auch in diesem Jahr sein traditionelles Projekt St. Martin durchführen. Dafür danken wir unseren treuen Partnern und Freunden: den Kindern aus dem Kindergarten „Radastėlė“ (Leiterin Liolė Vilidaitė), aus dem Hermann-Sudermann-Gymnasium (Lehrerin Audronė Jovaišienė), dem Zentrum der nationalen Minderheiten der Stadt Klaipėda,  unserer Kollegin Kristina Kerpė, Musiklehrerin Asta Alminė. Wegen der Quarantäne-Beschränkungen durften wir  leider keinen Martinsumzug veranstalten.  Und doch sind wir über tolle Leistung: gebastelte Laternen, gelernte Martinslieder – sehr froh und hoffen auf einen tollen Martinsumzug im Jahr 2021.