13. Oktober 2026

Deutsche Kulturtage 2020: Jugendworkshop

Der dritte Tag begann mit einem Spaziergang durch die historische Alt- und Neustadt an. Da die Stadt zu 60 Prozent während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde, entstanden an den leeren Stellen viele sowjetische Bauten. Leider wurden etliche historische Gebäude vernichtet, um neue entstehen zu lassen. Während des Spaziergangs lernten die Teilnehmer, worauf sie achten müssen, wenn sie sich für die Objekte entscheiden.

Am Nachmittag arbeitete die Gruppe in der Öffentlichen-Ievos-Simonaitytės-Kreisbibliothek  Klaipėda. Mit Hilfe der Mitarbeiterinnen der Periodika-Abteilung (vielen Dank dafür) fanden die Teilnehmer diverse Artikel über einzelne Bauten und / oder Wohnviertel der Stadt in der Presse aus der sowjetischen Zeit.

Sehr emotionell diskutierten die Teilnehmer über die Benennung ihrer Route. Aus 10 Vorschlägen hat man sich geeinigt „Zurück „in die leuchtende Zukunft“: auf den Spuren der Architektur der Sowjetzeit“

Drei spannende und interessante Tage gingen schnell zu Ende. Die Arbeit ist damit noch nicht getan. Die Route und einzelne Objekte müssen noch beschrieben werden, Fotos als Illustration der Route müssen ausgesucht  und alles noch ins Deutsche muss  übersetzt werden. Der Workshop wurde von Laurencija Budrytė – Ausiejienė geleitet. Gefördert durch das Goethe-Institut.

Deutsche Kulturtage 2020: Jugendworkshop

Der zweite Tag fing mit einem Vortrag des Architekten Tomas S. Butkus über die architektonische Entwicklung der Stadt Klaipėda nach 1945 an. Es war interessant zu erfahren, dass die Stadt doch anders gebaut wurde, obwohl sie eine typische sowjetische Stadt werden sollte.

Nach dem Vortrag stand eine Radtour in den sowjetischen Wohnvierteln auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten schon gezielt typische für die Bauzeit architektonische Merkmale finden und sie an Ort und Stelle mit der Workshop-Leiterin Laurencija Budryte – Ausiejienė besprechen. Gleichzeitig wurde entschieden, welche Objekte man für die Route beschreiben sollte.

Deutsche Kulturtage 2020: Jugendworkshop

Am 20.-22. Juli fand im Simon-Dach-Haus Workshop  für Jugendliche statt.  Das Thema war „Urbanistik der Stadt Klaipėda nach dem Zweiten Weltkrieg“. Das Ziel des Workshops war, die Jugendlichen mit der urbanistischen Entwicklung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt zu machen und eine touristische Route mit aussagekräftigsten Bauten der sowjetischen Zeit auszuarbeiten.

Als erstes hatten die Teilnehmer eine Fremdenführung in der Altstadt mitgemacht und dabei die Geschichte der Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg erfahren.  Am Nachmittag stand der Vortrag von Dr. Sigita Kraniauskienė über die Besiedlung der Stadt Memel / Klaipėda ab 1945. Danach wurden die Teilnehmer des Workshops mit der Methodik der Ausarbeitung der touristischen Routen bekannt gemacht.

Materielles Kulturerbe im litauischen Teil der Kurischen Nehrung – Entstehung, Interpretation und Transformation eines Weltkulturerbes*

Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Kinder, Universität Tübingen

13.02.2019, 17:30 Uhr, Simon-Dach-Haus, Jūros g.7, Klaipėda

Zusammenfassung

Die Kurische Nehrung stellt mit ihrer einzigartigen Dünenlandschaft und ihren pittoresken Ortschaften ein wichtiges Kulturerbe dar, das seit dem Jahr 2000 unter dem Schutz der UNESCO steht. Worin besteht aber das Besondere dieses Kulturerbes? Wie ist es entstanden? Der Vortrag wird diesen Fragen für den litauischen Teil der Kurischen Nehrung nachgehen und dabei auch erläutern, wie sich der Umgang mit dem Kulturerbe nach 1945 und seit den 1990er Jahren verändert hat. Im Mittelpunkt stehen dabei u.a. Beispiele der Landschaftsveränderungen, der baulichen Transformation in den Ortschaften der Nehrung sowie die Frage, wie die Architektur des sogenannten „Nehrungsstils“ entstanden ist. Es werden erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zum materiellen Kulturerbe der Kurischen Nehrung präsentiert.

*Die Veranstaltung findet ohne Übersetzung ins Litauische statt

Weihnachtsbäckerei

 

Am 15. Dezember fand die Weihnachtsbäckerei für die Kleinen des Vereins statt. In Begleitung der Eltern bzw. Großeltern versammelten sich die Kinder in der „Backerstreet Bäckerei“, um gemeinsam Weihnachtsplätzchen zu backen. Alle hatten großen Spaß dabei, verschiedene Figuren aus dem Honigteig zu stampfen. Während die Plätzchen im Ofen waren, gaben die etwas älteren Kinder ihren Eltern ein kurzes Weihnachtskonzert. Danach wurden die Plätzchen toll dekorieren. Alle freuten sich über das nicht nur hübsche, sondern auch sehr schmackhafte Ergebnis. Die Weihnachtsbäckerei war ein Teil des Projekts „Unterhaltsam durch die dunkle Jahreszeit“, das vom Bundesministerium des Innern gefördert wird.

 

Nikolaustag

Am 6. Dezember versammelten sich Familien mit ihren Kindern im Vorschulalter im toll geschmückten Saal des Simon-Dach-Hauses, um gemeinsam den Nikolaustag zu feiern. Schon zum zweiten  Mal veranstaltete der Verein der Deutschen in Klaipėda einen spannenden Nikolausnachmittag. Zuerst hörten sich die Kleinen die Geschichte über den Nikolaus, dann konnten sie sich eine theatralische Darbietung über die Nikolausstiefel anschauen und zum Schluss gab es ein tolles Konzert mit fröhlichen Nikolaus- und Weihnachtsliedern. Selbstverständlich gab es für die Kleinen sowie auch für Kinder des Hermann-Sudermann-Gymnasiums, die das Programm gestalteten, zahlreiche Süßigkeiten und kleine Geschenke. Der tolle Nachmittag endete mit der Erleuchtung des Weihnachtsbaumes auf dem Hof des Simon-Dach-Hauses.