Das Institut für Auslandsbeziehungen hält die Erinnerung an das fotografische Werk der verstorbenen Künstlerin wach
Stuttgart, 12. Januar 2011 – „Ich kann nicht schlafen, wenn ich an all das denke, was ich fotografieren müßte“, erklärte die verstorbene Künstlerin Sibylle Bergemann einst. Ihr großes Œuvre ist Ergebnis dieses unermüdlichen fotografischen Engagements. Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) führt auch nach Bergemanns Tod die internationale Tourneeausstellung „Sibylle Bergemann. Photographien“ fort, die ihr Werk weltweit zeigt. Am 22. Januar 2011 eröffnet im Tochigi Prefectural Museum of Fine Arts erstmals eine monografische Bergemann-Ausstellung in Japan.
Die Ausstellung vereint Aufnahmen in Farbe und Schwarzweiß, die ab 1967 entstanden. In erfolgreichen Retrospektiven zeigten die Akademie der Künste Berlin und das Museum für Photographie Braunschweig diese Arbeiten, bevor das ifa die Tourneeausstellung „Photographien“ realisierte. Ihren vielbeachteten Auftakt feierte die Welttournee 2009 in der Akademie der Künste in Moskau.
Das ifa erinnert mit der Ausstellung an eine der wichtigsten deutschen Fotografinnen der Gegenwart. Bergemann verblüfft mit ihrer genauen Beobachtung, ihrem Gespür für vielschichtige Bilder und ihrem Talent für fotografische Essays. Ihr Werk zeichnet sich durch Facettenreichtum aus: Mode, Reportage, Landschaft und Porträt beherrschte die Fotografin gleichermaßen souverän.
Nach der Ausbildung bei Arno Fischer veröffentlichte Bergemann unter anderem im „Sonntag“, in „Das Magazin“ und in der Modezeitschrift „Sibylle“. Mit anderen Fotografen gründete sie 1990 in Berlin die Fotografenagentur OSTKREUZ. Für Aufträge renommierter Magazine wie „GEO“ reiste sie um die Welt.
Das ifa realisiert seit 2009 die internationale Tournee der Ausstellung „Photographien“. Das Prefectural Museum of Fine Arts in Tochigi zeigt die Ausstellung in Kooperation mit dem Goethe-Institut Tokyo vom 22. Januar bis zum 21. März 2011. Anschließend gastiert sie bis 2013 in Südostasien, Australien und Neuseeland.
Weitere Informationen zur Ausstellung und druckfähiges Bildmaterial sind online verfügbar.
Ausstellungskatalog (Presseexemplare können bestellt werden)
Photographien – 2. veränd. Aufl. – Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), 2008. – 208 S – dt. / engl.
Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert. Mit den ifa-Galerien in Stuttgart und Berlin, Kunst-Förderprogrammen und rund 50 weltweiten Tourneeausstellungen ist das ifa die deutschlandweit führende Institution im internationalen Kunstaustausch.
Pressekontakt ifa
Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Jonas Moosmüller, Tel. 0711-22 25 105, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de
