Am 19. September machten sich 25 Mitglieder des Vereins der Deutschen in Klaipeda und dem Vorsitzenden Klaus Paul Grudzinskas und 20 Schüler vom Chor des Hermann Sudermann Gymnasium in Begleitung von der Musiklehrerin Asta Alminė auf den Weg zum Ostpreußentreffen in Rostock.
Der erste Aufenthalt nach fast zehnstündiger Fahrt war in Osterode in Polen. Nach einem reichen Abendessen, dank unseren freundlichen Busfahrern, konnten wir die Stadt besichtigen. Osterode faszinierte mit einem großen See mit vielen Lokalen und springenden Fontänen im Stadtzentrum.
Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise fort. Auf uns wartete die größte Ritter Ordens Burg Europas in Marienburg (Malbork). Die Marienburg ist eine im 13. Jahrhundert erbaute mittelalterliche Ordensburg des Deutschen Ordens am Fluss Nogat. Wir hatten eine zweistündige Führung durch die Unesco- Weltkulturerbe, wo wir vieles Interessantes erfahren und erlebt haben.
Mit vielen guten Eindrücken verließen wir Marienburg. Obwohl der Weg nach Rostock ziemlich weit entfern war, kamen wir in Rostock gut gelaunt an, weil der nächste Tag viel versprechend war.
Am Freitag, dem 21. September, noch immer beim schön warmen, sommerlichen Wetter besuchten wir Rostock. Die Stadtführerin zeigte uns die ältesten Plätze der Stadt mit ihren faszinierenden historischen Baudenkmälern. Wir besuchten die Stadtmauer aus dem 13. J., die St. Marienkirche mit ihrer astronomischen Uhr, den Universitätsplatz mit dem Blücher-Denkmal und Brunnen der Lebensfreude.
Die Freizeit nutzte unsere Gruppe für Einkaufen der Mitbringsel und Ausruhen beim Kaffee und Eis in der Altstadt. Der ausgebrochene Sturm hat weder die Laune, noch unsere Pläne nach Warnemünde zu fahren, zerstört. Am Abend, wenn auch leicht ermüdet, besuchten wir das Ostseebad. In Warnemünde machten wir einen kleinen Spaziergang um die Innenstadt herum. Trotz des stark wütenden Windes bestiegen wir den 37 Meter hohen Leuchtturm, besuchten das Kurhaus, den Kurpark, der zwischen der Seepromenade und dem Warnemünde Ortskern liegt.
Zurück im Hotel wartete auf unsere Chorschüler noch eine Probe mit der Musiklehrerin Asta vor dem Konzert in der Rostocker Stadthalle. Diesmal kamen sogar 14 Schülerinnen von der Oberstufe und der Gitarist Mantas und 5 jüngere Schüler vom Ensemble „Do mi sol“.
Am Samstag (22.09) fuhren wir schon kurz nach 9 Uhr los, um rechtzeitig in der Rostocker Stadthalle , anzukommen. Die Atmosphäre beim Ostpreußentreffen war sehr freundlich, viele Teilnehmer sprachen unsere Chorschüler an, wollten wissen woher sie sind, was sie hier machen. Das Treffen wurde feierlich mit Fahnenrundgang eröffnet. Es folgte die Eröffnungsrede von dem Festveranstalter dem Herrn Manfred F. Schukat. Der Hermann- Sudermann- Chor hat dieses Jahr vier Konzertstücke vorbereitet. Eine besonders große Herausforderung war es für die 5 jüngere Teilnehmer, weil sie das erste Mal so weit zu einem Konzert gefahren sind. Dank der Musiklehrerin Asta Almine und unserem Freund, Vereinssponsor Herrn Hans-Jürgen Müller waren alle Chormitglieder gut auf den Auftritt vorbereitet. Unsere Vereinsleute trafen ihre alten Bekannten zum Austausch, zum Gespräch über die Vergangenheit und Heimatort und herzlichen Wiedersehen.
Es war eine unvergessliche, eindrucksvolle Reise sowohl für die Vereinsleute als auch für die Schüler des Hermann-Sudermann-Gymnasiums.
Solche Treffen sind wichtig, um zu zeigen, dass „Ostpreußen lebt!“ (Zitat des LO-Sprechers Stephan Grigat beim Ostpreußentreffen)
Für diese Reise und schöne Eindrücke danken wir herzlich unserem Vereinsmitglied, Freund und Unterstützer Herrn Hans-Jürgen Müller aus Berlin!
Marta Einars
Verein der Deutschen in Klaipeda
Vorstandsmitglied






