13. Oktober 2026

ifa-Informationsportal gestartet

Umfassendes Onlineangebot bündelt Ergebnisse des Stipendienprogramms „Kultur und Außenpolitik“

Stuttgart, 22. März 2011 – Die Forschung im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik ist Aufgabe der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ifa-Stipendienprogramms „Kultur und Außenpolitik“. Mit Fachveranstaltungen und Publikationen geben sie wichtige Impulse für eine Außenkulturpolitik von morgen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Ergänzend startet nun das Informationsportal des Instituts für Auslandsbeziehungen mit den Themen „Bildungs- und Wissenschaftskooperationen“, „Kultur und Entwicklung“ sowie den geografischen Schwerpunkten „Region Mittelmeer“, „Russische Föderation“ und „Brasilien“.

In enger Zusammenarbeit mit der ifa-Bibliothek dokumentieren die Stipendiaten im Informationsportal die Ergebnisse ihrer Arbeit. Ihre wissenschaftlichen Studien werden ergänzt durch aktuelle Nachrichten, weiterführende Literatur im Volltext sowie umfangreiche Bibliographien. Die Bündelung sämtlicher ifa-Aktivitäten zum Thema sowie die Dokumentation weiterer relevanter Akteure und Projekte bieten ein breites Fundament für die anknüpfende Forschung in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. So initiiert das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) neue Netzwerke zwischen Politik und Medien, Kultur und Wirtschaft sowie zwischen Universitäten und Mittlerorganisationen.

Bildungs- und Wissenschaftskooperation
Die Internationalisierung von Bildung und Wissenschaft findet ihren Ausdruck im EU-Konzept des „Lebenslangen Lernens“ sowie in den Möglichkeiten der virtuellen Mobilität, zum Beispiel durch das Web 2.0. Damit Deutschland im Wettbewerb mit den immensen Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung aufstrebender Länder wie China und Indien seine Spitzenposition auch künftig wahren kann, müssen die Akteure der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik die Programme und Initiativen Deutschlands im Ausland weiter ausbauen und stärken. Zum Themenportal „Bildungs- und Wissenschaftskooperation“.

Kultur und Entwicklung
Der von der UNESCO geprägte Begriff „Kultur und Entwicklung“ bezeichnet ein spezielles Handlungsfeld der Entwicklungspolitik. Kultur spielt auch bei der Entwicklungszusammenarbeit eine immer wichtigere Rolle, was sich in der zunehmenden Vernetzung dieser beiden Arbeitsbereiche zeigt. Die Einbeziehung kultureller Fragen in entwicklungspolitische Strategien soll weltweit einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten. Zum Themenportal „Kultur und Entwicklung“.

Brasilien
Brasilien hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung vom Entwicklungsland zur achtgrößten Volkswirtschaft zurückgelegt. Es ist Deutschlands wichtigster ökonomischer und politischer Partner in Lateinamerika. Besondere Aufmerksamkeit gilt seit jeher dem wissenschaftlich-technologischen und dem kulturellen Austausch. Seit dem 2008 verabschiedeten Aktionsplan zur deutsch-brasilianischen Partnerschaft intensivieren beide Länder den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit im bi- und multilateralen Bereich – ein partnerschaftliches Miteinander auf Augenhöhe. Zum Länderportal „Brasilien“.

Region Mittelmeer
Der Mittelmeerraum besitzt für Europa und die arabische Welt eine einzigartige Bedeutung: Das gemeinsame kulturelle Erbe sowie die geografische und geopolitische Nähe bergen ein ungeheures Potenzial für Begegnung, Dialog und die gegenseitige Wissensgenerierung. Die Mittelmeerregion ist eine politisch und kulturell dynamische Region, gleichzeitig aber auch als Heimat unterschiedlicher Weltanschauungen, Religionen und Nationen ein Konfliktraum. Durch die Intensivierung eines Kultur-, Wissenschafts- und Bildungsdialogs soll die Verständigung zwischen Deutschland, Europa, Afrika und der arabischen Welt gefördert werden. Zum Themenportal „Region Mittelmeer“.

Russische Föderation
Russland ist Deutschlands wichtigster Energielieferant und Deutschland für Russland die Brücke nach Europa. Die enge Zusammenarbeit auf wirtschaftlicher und politischer Ebene ist das Ergebnis über Jahrhunderte gewachsener Kulturbeziehungen. Unter dem Motto „Modernisierungspartnerschaft“ arbeiten die Russische Föderation und Deutschland insbesondere im Bereich Wissenschaft und Bildung eng zusammen. 2012/2013 beschert das Deutschlandjahr in Russland einen Höhepunkt der deutsch-russischen Kulturbeziehungen. Zum Länderportal „Russische Föderation“.

Auf www.ifa.de/info/themen/ folgen in Kürze weitere Schwerpunkte zu den Themen „Internationale Medienbeziehungen“, „Kultur und Konflikt“,
„Europa von außen“ und „Kulturelle Bildung“.

Über das ifa-Stipendienprogramm „Kultur und Außenpolitik“
Das ifa-Stipendienprogramm „Kultur und Außenpolitik“ bietet Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) sowie des Dialogs der Zivilgesellschaften zu forschen und mit ihren Projekten an der Schnittstellezwischen Theorie und Praxis zu arbeiten. Als Kompetenzzentrum für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik initiiert das ifa dabei Netzwerke zwischen Universitäten und Mittlerorganisationen, zwischen Kultur und Wirtschaft, zwischen Politik und Medien. In diesem Rahmen entstehen wissenschaftliche Veranstaltungen, Publikationen und Internetportale, die wichtige Impulse für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik von morgen liefern.

Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

Informationen zum Stipendienprogramm
Dr. Mirjam Schneider, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 25 214, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: schneider@ifa.de

Pressekontakt
Jonas Moosmüller, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 25 105, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de