13. Oktober 2026

Kultur und Politik im euro-mediterranen Raum

Wissenschaftler diskutieren zum Auftakt der Reihe „Mittelmeer vor Ort“ am 4. April im ifa.

Stuttgart, 28. März 2011 – Eine Podiumsdiskussion im Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) bildet am Montag, 4. April, den Auftakt für das Veranstaltungsprogramm „Mittelmeer vor Ort“ des deutschen Netzwerks der Anna-Lindh-Stiftung. Zum Thema „Wissensraum Europa – Mittelmeer. Kultur und Bildung als Politik der Zivilgesellschaft im euro-mediterranen Raum“ diskutieren im ifa-Vortragssaal Fawzi Boubia, Germanistik-Professor an der Universität Rabat, und Bernd Thum, Professor für interkulturelle Germanistik vom Karlsruher Institut für Technologie. Die Podiumsdiskussion begleitet das vom ifa ausgerichtete deutsche Netzwerktreffen 2011 der Anna-Lindh-Stiftung.

Bei der öffentlichen Abendveranstaltung diskutieren Fawzi Boubia und Bernd Thum die Zukunftschancen des Europa-Mittelmeer-Raumes, der seit 2008 mit der Union für das Mittelmeer „von Rabat bis Helsinki“ politische Kontur gewonnen hat. Seit 2005 gehört die Anna-Lindh-Stiftung zu den führenden Akteuren im euro-mediterranen Raum. Wie die im Oktober letzten Jahres auf Initiative des ifa und Bernd Thums in Rabat gegründete Stiftung „Wissensraum Europa-Mittelmeer“ setzt die Anna-Lindh-Stiftung auf Austausch und Zusammenarbeit der Zivilgesellschaften zur Stärkung von Vertrauen und Toleranz. Wie darüber hinaus ein neuer funktionaler Großraum, geprägt durch verdichtete Beziehungen und Kommunikation, mit gemeinsamen Beständen gesellschaftlich-kulturellen und technischen Wissens und wechselseitiger Entwicklung, gedacht und entwickelt werden kann, ist Gegenstand der Diskussion im ifa.

Die Veranstaltung ist die offizielle Eröffnung des Programms „Mittelmeer vor Ort“, mit dem sich das deutsche Netzwerk der Anna-Lindh-Stiftung einer breiten Öffentlichkeit vorstellt. Im Mittelpunkt stehen Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Gästen aus Ägypten, Algerien, Israel, Tunesien, den palästinensischen Autonomiegebieten und weiteren Ländern sowie Kulturveranstaltungen, die künstlerisches Schaffen und Lebensrealitäten arabischer Länder vorstellen. Einige Veranstaltungen setzen sich explizit mit den aktuellen Veränderungen in der arabischen Welt auseinander, andere lenken den Blick auf Hintergründe und Geschichten des Alltags.

Podiumsdiskussion „Wissensraum Europa – Mittelmeer. Kultur und Bildung als Politik der Zivilgesellschaft im euro-mediterranen Raum“
Montag, 04. April, 19 Uhr
ifa-Vortragssaal, Charlottenplatz 17, Stuttgart

Teilnehmer: Prof. Dr. Fawzi Boubia (Rabat) und Prof. Dr. Bernd Thum (Karlsruhe)
Moderation: Anna Koktsidou (SWR)
Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung mit finanzieller Unterstützung der Anna-Lindh-Stiftung.

Weitere Informationen zu „Mittelmeer vor Ort“:

Über die Anna-Lindh-Stiftung:
Das Netzwerk der 2005 in Alexandria gegründeten Euro-Mediterranen Anna-Lindh-Stiftung für den Kulturdialog umfasst heute über 3000 zivilgesellschaftliche und kulturelle Organisationen. Die nach der ermordeten schwedischen Außenministerin benannte Stiftung fördert den interkulturellen Dialog im Europa-Mittelmeer-Raum durch Projekte und Begegnungen in den Bereichen Kultur und Kreativität, Bildung, Urbanität und Medien. Das deutsche Netzwerk, dem das ifa seit Beginn angehört, wird vom Goethe-Institut mit Unterstützung des Projektbüros „radius of art“ (Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein) koordiniert.

Weitere Informationen unter:
www.alsdeutschland.wordpress.com (Blog des deutschen Netzwerks)
www.euromedalex.org (Homepage der Anna-Lindh-Stiftung)

Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

Pressekontakt
Jonas Moosmüller, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Tel. 0711-22 25 105, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de