12. Stuttgarter Schlossgespräch des Instituts für Auslandsbeziehungen und der Robert Bosch Stiftung am 7. April
Stuttgart, 30. März 2011 – Welches Bild machen sich chinesische Beobachter von Europa? Und wie nehmen andererseits europäische Wissenschaftler und Medien die chinesische Gesellschaft wahr? Diese Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des 12. Stuttgarter Schlossgesprächs „Chinas Europa – Europas China: eine Beziehung im Wandel“ am Donnerstag, 7. April, um 18 Uhr. Die Podiumsdiskussion im Neuen Schloss Stuttgart veranstaltet das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung.
Mit seinem demokratischen Selbstverständnis nimmt Europa China als fremd und entwicklungsbedürftig wahr. Dem chinesischen Aufstieg zur Weltmacht steht es deshalb kritisch gegenüber. Für China wiederum ist Europa ein vorwiegend selbstbezogener Kulturkreis, dem es an Dynamik mangelt. Obwohl Kultur, Wissenschaft und Technologie oft positiv bewertet werden, gilt das „europäische Erfolgsmodell“ im Reich der Mitte nicht oder nur eingeschränkt als zukunftstauglich. Über die gegenseitigen Wahrnehmungen aber auch über die Möglichkeit, die Bilder des jeweils anderen über sich für einen fruchtbaren Dialog und eine gelingende Kooperation zu teilen, diskutieren renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China und Deutschland.
Die Teilnehmer auf dem Podium sind Prof. Dr. Barbara Mittler, Direktorin des Instituts für Sinologie der Universität Heidelberg im Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“, Dr. Gudrun Wacker von der Forschungsgruppe Asien der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin sowie Wang Yiwei, Ph. D., Ehrenprofessor und Dekan des Institute of International and Public Affairs der Universität Tongji (Shanghai) und Scholar in Residence der Chinesischen Mission bei der EU. Die Diskussion leitet Kai Strittmatter, langjähriger Peking-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung.
Das Stuttgarter Schlossgespräch greift als Expertenforum bereits seit 1999 Fragen auf, die gesellschaftlich bedeutsam und von anhaltender Relevanz sind, zum Beispiel die Integration von Zuwanderern (1999), die Rückkehr des Glaubens (2005) oder die Rolle der Jugend in Europa (2009). Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählen auch die Debatte um den kulturellen Wertewandel im Zeitalter der Biotechnologie mit Wolfgang Frühwald oder Ernst Ulrich von Weizsäckers Thesen zum „Feindbild Globalisierung“.
Weitere Informationen zu Inhalt und Programm des 12. Stuttgarter Schlossgesprächs finden Sie hier.
Teilnahme nur mit vorheriger Anmeldung über generalsekretariat@ifa.de
Bitte akkreditieren Sie sich als Pressevertreter über die angehängte „Faxantwort“ oder schreiben Sie eine Mail an presse@ifa.de.
Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.
Über die Robert Bosch Stiftung
Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861-1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.
Pressekontakt
Jonas Moosmüller, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 25 105, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de
