13. Oktober 2026

Mit Kunst Konflikte lösen

ifa-Förderprogramm zivik lädt zu Podiumsdiskussion über die Möglichkeiten künstlerischer Konfliktintervention

Stuttgart/Berlin, 23.11.2010 – Welchen Stellenwert haben künstlerische Initiativen im Umgang mit Konflikten? Und welchen Beitrag können Kunst und Kultur bei der Bewältigung moderner Auseinandersetzungen leisten? Diese und weitere Fragen erörtern internationale Expertinnen und Experten im Rahmen des zivik-Forums „Kontrastprogramm – Konfliktintervention durch künstlerische Aktionen“ am 1. Dezember 2010 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Journalisten, Wissenschaftler und Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

Kontrastprogramm
Konfliktintervention durch künstlerische Aktionen

Mittwoch, 1. Dezember 2010 ab 17 Uhr
Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:
– Andrea Fischer-Tahir, Zentrum Moderner Orient, Berlin
– Thomas Engel, Deutsches Zentrum des Internationalen Theaterinstituts, Berlin
– Reiner Steinweg, Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, Linz
– Martina Fischer, Berghof Conflict Research, Berlin (ehemals Berghof Forschungszentrum für konstruktive Konfliktbearbeitung)
– Jochen Hippler, Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen

Moderation:
– Ulrike Brödermann, ZDF-Hauptstadtstudio

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht die Gelegenheit zum Gespräch mit den Expertinnen und Experten sowie den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern der geförderten Projekte.

Bitte akkreditieren Sie sich unter presse@ifa.de.

Grundlage der Podiumsdiskussion sind drei unterschiedliche Ansätze verfolgende Friedensprojekte, die das ifa-Förderprogramm zivik unterstützt. Ihnen gemeinsam ist das Ziel, durch künstlerische Aktionen ein „Kontrastprogramm“ zur gängigen Bearbeitung von Konflikten zu bieten und so zu deren friedlicher Lösung beizutragen. Das zivik-Forum präsentiert die dabei entstandenen Arbeiten – aus den Bereichen Film, Foto und Audio – und macht sie für die Besucher der Veranstaltung erlebbar:

THEATER//Sudan: Der Berliner Regisseur Hakim El-Hachoumi zeigt in seinem Film „The Unknown Enemy“ den Aufbau des Projekts „Zentrum des Theaters in Konfliktregionen“ und den Alltag von Schauspielern in einem Land, dessen Theaterszene trotz widriger sozialer Umstände wachsende Beachtung in der Bevölkerung findet.
MAHNMAL//Kurdistan-Irak: Die Fotodokumentation „Anfal überlebende Frauen“ zeigt Porträts trauernder Frauen aus Kurdistan-Irak, welche Angehörige unter dem Baath-Regime verloren haben. Die Fotoserie entstand mit der Unterstützung der Gedenk- und Begegnungsstätte für die Angehörigen der Anfal-Opfer in Sumut/Rizgary.
MULTIMEDIA//Türkei: Der digitale Istanbul-Hörspaziergang „Blickwinkel“, erzählt von der Künstlerin Silvina Der-Meguerditchian, macht ihre Ängste, Zweifel und Hoffnungen für einen Versöhnungsprozess zwischen der Türkei und Armenien lebendig. In der Stadt am Bosporus sucht sie nach ihren armenischen Wurzeln und Spuren des Massenmords von 1915.

Weitere Informationen zu Podiumsdiskussion und Rahmenprogramm

Über zivik
Das Förderprogramm zivik unterstützt unter dem Dach des ifa seit 2001 internationale Friedensprojekte in Krisenregionen und berät Nichtregierungsorganisationen sowie das Auswärtige Amt auf dem Gebiet der Konfliktprävention, -bewältigung und dem „Post-Conflict Management“.

Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

Pressekontakt
Jonas Moosmüller, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 25 105, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de