13. Oktober 2026

Semiotik der Außenkulturpolitik

Politikwissenschaftler Patrick Schreiner erhält den Rave-Forschungspreis des ifa

Stuttgart, 18.11.2010 – Weshalb ist es für Staaten sinnvoll, die eigene Kultur im Ausland bekannt zu machen? Welche Rolle spielt der Nationalstaat dabei und in welchem Verhältnis stehen Staat und Kultur zueinander? Mit diesen und weiteren grundlegenden Fragen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik befasst sich Patrick Schreiners Dissertation „Semiotik der Außenkulturpolitik: Sport, Künste Wissenschaft & Personenaustausch in der Staatenwelt“. Am 24. November wird seine Forschungsarbeit in der ifa-Galerie Berlin mit dem Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik der Alexander Rave-Stiftung ausgezeichnet. Die Laudatio hält der stellvertretende Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, Prof. Dr. Günther Maihold.

Die Semiotik ist ein Teilgebiet der Linguistik und beschreibt auf vielfältige Weise den Einsatz, die Funktion und die Bedeutung von Zeichen aller Art. Patrick Schreiner ist es in seiner Dissertation gelungen, die Erkenntnisse aus der Semiotik für die Außenkulturpolitik fruchtbar zu machen. Ronald Grätz, Generalsekretär des ifa, nennt Schreiners Erkenntnisse „ein wichtiges Fundament für die Arbeit kultureller Mittlerorganisationen“. Auf der Basis theoretischer Überlegungen erarbeitet er zunächst eine Methodologie zur Analyse der Außenkulturpolitik, die er daraufhin anhand von Fallbeispielen aus Sport, Kunst und Wissenschaft, wie der Ping-Pong-Diplomatie mit China oder der euro-mediterranen Partnerschaft, prüft. Er macht deutlich, dass die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik für die Reproduktion der modernen Staatenwelt ausgesprochen bedeutsam ist und eine große politische Relevanz besitzt.
Der Rave-Forschungspreis zeichnet jährlich eine herausragende Dissertation, Diplomarbeit, Magisterarbeit oder Masterarbeit zum Thema der Auswärtigen Kulturpolitik aus. Die Auszeichnung ist mit 3000 Euro dotiert. Sie soll Studierenden einen verstärkten Anreiz geben, sich mit Themen der Auswärtigen Kulturpolitik zu befassen.

Termin: Mittwoch, 24. November 2010, 19.00 Uhr
Ort:   ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, 10115 Berlin

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Über die Alexander Rave-Stiftung
Die Alexander Rave-Stiftung geht auf eine Zustiftung des Hamburger Kaufmanns Alexander Rave aus dem Jahr 1942 zurück und wird als unselbstständige gemeinnützige Stiftung vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) verwaltet. Sie hat das Ziel, Aus- und Fortbildung in Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur zu fördern.

Über das ifa
Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

Pressekontakt
Jonas Moosmüller, Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart, Tel. 0711-22 25 105, Fax 0711-22 25 131, E-Mail: moosmueller@ifa.de, www.ifa.de