Deutsche Kulturtage 2019

Deutsche Filme im Juni

Who am I – kein System ist sicher

Simon-Dach-Haus (Jūros g. 7, Klaipėda)

11. Juni, 13.30

Thriller, 2014, 105 Min., Deutschland

Regie : Baran bo Odar
Drehbuch : Jantje Friese, Baran bo Odar
Darsteller : Tom Schilling, Elyas M’Barek, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot, Jr., Hannah Herzsprung, Trine Dyrholm
 


Der geniale Computerhacker Benjamin fühlt sich als Außenseiter, der nur in virtuellen Welten zuhause ist. Als er den charismatischen Max kennen lernt, scheint er endlich eine Chance zu bekommen, sein Talent gezielt einzusetzen: Max nimmt Benjamin in seiner Hackergruppe CLAY (Clowns Laughing At You) auf, zu der auch seine Kumpels Stephan und Paul gehören. Mit CLAY verfolgen die Freunde keine ernsthaften politischen Ziele, sondern wollen mit originellen Spaßaktionen vor allem Aufmerksamkeit erregen. Mit steigendem Kultstatus in der Netzgemeinde werden die Hacker jedoch immer risikofreudiger. Schließlich landen sie im Visier des BKA – und auf einmal wird Benjamin zum meistgesuchten Hacker der Welt.
 


Der Film gewann mehrere Filmpreise.

In Deutsch mit litauischen Untertiteln

Deutsche Kulturtage werden gefördert durch:

Tautinių kutūrų centras prie Klaipėdos miesto savivaldybės


Deutsche Kulturtage 2019

Deutsche Filme im Juni

Der Verdingbub

Simon-Dach-Haus (Jūros g. 7, Klaipėda)

10. Juni, 13.30 und 17.30

Historisches Sozialdrama, 2011, 103 Min., Schweiz / Deutschland

Regie : Markus Imboden

Drehbuch: Plinio Bachmann

Darsteller: Max Hubacher, Katja Riemann, Stefan Kurt, Maximilian Simonischek, Lisa Brand, Rebekka C. Burckhardt

 

Bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts mussten in der Schweiz unzählige Jungen und Mädchen darunter leiden: die Behörden rissen Waisen, Scheidungsfilme und unehelich Geborene aus ihrem sozialen Umfeld und schickten sie als Arbeitskräfte auf Bauernhöfe. Was als Maßnahme gegen Kinderarmut gedacht war, führte oft zu Ausbeutung und Missbrauch. Der 12-jährige Max und 15-jährige Berteli werden an die Bergbauernfamilie Bösiger „verdingt“ und erleben eine lange Leidensgeschichte. Die neue Lehrerin hat keine Chance, die sich früh abzeichnende Tragödie zu verhindern.

In Deutsch mit litauischen Untertiteln

Deutsche Kulturtage werden gefördert durch:

Tautinių kutūrų centras prie Klaipėdos miesto savivaldybės


Tag der Minderheiten in Klaipėda

Am 25. Mai fand der traditionelle Tag der Minderheitenkulturen  im Skulpturenpark statt. Das Fest wird von den Mitarbeitern des Zentrums der  Minderheitenkulturen   organisiert und durchgeführt. Obwohl das Wetter auch milder gewesen sein konnte, trotzdem gab es viele Teilnehmer und Zuschauer, die begeistert den Auftretenden applaudierten. Auf der Bühne traten Vertreter verschiedener Minderheiten auf, es gab auch Gäste aus anderen Städten Litauens.

Zusätzlich wurden einige Handwerkkünstler eingeladen, die ihre Erzeugnisse nicht nur verkauften, sondern auch zeigten, wie man selbst verschiedene schöne Sachen anfertigen kann. So wurden u. a. Lederarmbänder und Strohkörbchen gemacht und sogar Brot gebacken. 

Unser Verein wurde durch die Schüler des Hermann-Sudermann-Gymnasiums  vertreten und bekamen für ihren tollen Auftritt langen lauten Applaus. Wir danken der Musiklehrerin Asta Alminė für ihre tolle Arbeit und ihr Engagement für den Verein der Deutschen.


Führungen für alle, die an der Geschichte der Stadt interessiert sind

Einmal im Monat organisiert unser Verein Führungen (in Litauisch) für die Einwohner und Gäste der Stadt, um sie mit der Geschichte von Klaipeda, dem alten Memel,  bekannt zu machen. Das Angebot ist aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums des Vereins entstanden und ist Teil der Deutschen Kulturtage, die zum Teil vom Minderheiten Kulturzentrum unterstützt werden.

Am 21. März fingen wir mit unserem Spaziergang am alten Markt (Friedrichsmarkt) an und gingen bis zum Theater. Unterwegs erfuhren die an der Geschichte der Stadt Interessierten über die Friedrichsstadt, die jüdische Gemeinde in Memel, die Marktstraße und den Theaterplatz. Der Spaziergang dauerte  1,5 Stunden und endete am Simon-Dach-Brunnen.

Am 16. April setzten wir unseren Spaziergang fort. Vom Theaterplatz aus gingen wir über die ehemalige Karlsbrücke in die Neustadt. Die Teilnehmer erfuhren über die Simon Dach Schule, die Baptistenkirche, das Luisengymnasium, das Hotel Viktoria, den Siebert-Verlag. Die Führung endete am Rathaus.

Am 16. Mai gab es wieder eine Führung und manche Gäste waren schon zum dritten Mal dabei. Der Treffpunkt war diesmal am Rathaus. Am anderen Flussufer waren die alten Speicher und das Haus Robert Meyerhofer gut zu sehen. Darüber wurde den Gästen ausführlich erzählt. Vom Rathaus gingen wir dem Fluss Dange entlang und sprachen über die Börse, die nach dem Zweiten Weltkrieg als schwer beschädigt abgetragen wurde, die Börsenbrücke , die Infosäule und das Bogen-Denkmal, das 2003 feierlich enthüllt wurde. Unsere Blicke wanderten wieder auf die andere Seite von Dange, zur alten Sparkasse, dem Segelschiff und dem ehemaligen Heringlager, heute – tolle Appartements. Dann überquerte die Gruppe die Grünanlage und bog in die Lindenstraße ein. An der alten Post sprachen wir nicht nur über das Gebäude, das Glockenspiel in seinem Turm, sondern auch über das Jahr 1807 und die Familie Argelander, der das Grundstück damals gehörte.  Der berühmte Astronomie Professor Friedrich Wilhelm Argelander ist vor 220 Jahren zur Welt in Memel gekommen und heute leider hier  in die Vergessenheit geraten.  Man kann sich zumindest über die Gedenktafel ihm zu Ehren noch freuen. Die Geschichte des Hauses, in dem das  Uhrenmuseum eingerichtet ist, ist auch interessant und noch spannenden ist die Geschichte des benachbarten Gebäudes der Luminor Bank.

Die Blicke richteten sich auch auf die andere Straßenseite , zum Denkmal Georg Sauerweins und der tollen ehemaligen Sparkasse.

Für den Tag reichte es an Informationen und Emotionen. Einige Gäste hörten vieles zum ersten Mal und freuten sich ausdrücklich über die gebotene Gelegenheit, Interessantes über die spannende, komplizierte und manchmal sogar schmerzhafte Stadtgeschichte erfahren zu können. Nach so viel Begeisterung werden wir bestimmt unser Angebot weiter verbreiten und andere Routen mit  den Interessierten zu erkunden. Der nächste Spaziergang ist am 11. Juni geplant


Am 27.04.2019 versammelten sich die Mitglieder des Vereins der Deutschen in Klaipeda im Hermann-Sudermann-Gymnasium zum traditionellen Osterfest.

Die Einleitung zum Fest gaben junge Frauen aus dem Kirchenchor der evangelischen Gemeinde unter der Leitung von Inga Pakalniškienė. Pfarrer Moras hielt eine kurze Andacht, ein Grußwort sagte auch der Honorarkonsul der BRD Arūnas Baublys. Die musikalische Gestaltung folgte durch die Schülerinnen des Eduardas Balsys Kunstgymnasium. Wunderschöne Geigentöne trugen zur Feststimmung bei. Das Hermann-Sudermann-Gymnasium wurde durch Jokūbas Kulevičius vertreten, der meisterhaft Akkordeon spielte. 

Einen musikalischen Beitrag leistete auch der Chor des Vereins (Leiterin Aistė Strakšienė).

Nach der Osterfeier fand die Jahresversammlung des Vereins mit den Vorstandwahlen. 

Nach dem Jahresbericht von dem Vorsitzenden des Vereins Klaus Peter Paul Grudzinskas und dem Bericht der Revisionskommission wurde der Vorstand gewählt: Edita Dirgelienė, Marta Einars, Stefan Elbert, Juta Galkienė, Kristina Kerpė, Karina Krigerytė, Arnold Piklaps, Linus Skwirblies, Artūras Valaitis.

Zum Vorsitzenden wurde Klaus Peter Paul Grudzinskas wieder gewählt.