30. Mai 2024

Frische Impulse für die Außenkulturpolitik

ifa-Stipendienprogramm „Kultur und Außenpolitik“ bietet jungen Wissenschaftlern große Chancen

Stuttgart, 1.9.2010 – Heute startet das neue Stipendienprogramm „Kultur und Außenpolitik“ des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Ziel ist es, die verschiedenen Bereiche der Wissenschaft und der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik stärker miteinander zu vernetzen. Insgesamt neun Nachwuchskräfte aus der Forschung und der Politikberatung können sich nun einerseits in der Auswärtigen Kulturpolitik qualifizieren  und andererseits das Auswärtige Amt und weitere kulturpolitische Akteure durch ihre neuen Erkenntnisse auf ein breiteres wissenschaftliches Fundament stellen. (mehr …)

Städte im südlichen Siebenbürgen

Buchpräsentation: Autor Arne Franke stellt zehn Städte auf virtuellen kunsthistorischen Rundgängen vor

 In Kooperation mit dem Kunstraum Potsdam und im Rahmen der Ausstellung „CASA MARE“ von Frank Gaudlitz

 


Mittwoch, 8. September 2010
, 19.00 Uhr
Kunstraum Potsdam im Waschhaus Potsdam

Schiffbauergasse 6 | 14467 Potsdam

Der Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Arne Franke präsentiert die Sehenswürdigkeiten der von den »Siebenbürger Sachsen« gegründeten Städte in Rumänien. Mit ihren vielfältigen Baudenkmälern und umgeben von einer malerischen Landschaft am Fuße der Karpaten sind sie ein außergewöhnliches Reiseziel. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs ihnen europäische Bedeutung zu. Hermannstadt/Sibiu weist einen reichen Bestand an Baudenkmälern auf. Kronstadt/Braşov bietet mit der berühmten Schwarzen Kirche eines der bedeutendsten Gotteshäuser Südosteuropas. Das mittelalterliche Stadtbild von Schäßburg/ Sighişoara wurde in den Rang des Weltkulturerbes erhoben, in Mediasch/Mediaş hat sich die einzige Stadtkirchenburg des Landes erhalten. 

Berühmt sind auch die Pfarrkirche in Mühlbach/Sebeş und die römisch- katholische Kathedrale von Karlsburg/Alba Iulia. Fogarasch/Făgăraş nimmt mit seiner Festungsanlage einen besonderen historischen Rang ein. Gänge durch Broos/Orăştie,Elisabethstadt/Dumbrăveni und Großenyed/Aiud ergänzen das vielfältige Bild siebenbürgischer Städte.

Arne Franke ist Kunsthistoriker und Denkmalpfleger. Er studierte an der Universität Frankfurt am Main und arbeitete als Denkmalpfleger in Görlitz.
Seit 1997 ist er freiberuflich als Bauforscher, Ausstellungsmacher, Autor und Dozent für Architekturgeschichte und Denkmalpflege tätig.



Pressekontakt

Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V.
Ariane Afsari
Am Neuen Markt 1
D-14467 Potsdam
T.   
+49 331 20098-18
F.    +49 331 20098-50
E-Mail: afsari@kulturforum.info

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Virtuelle Synagogen

ifa-Ausstellung in den USA macht zerstörte Gotteshäuser sichtbar – Eröffnung am 29. August im Holocaust Memorial Center, Farmington Hills

Stuttgart/Darmstadt, 11.08.2010 – Neue Einblicke in die Geschichte der Zerstörung von Synagogen bietet die Ausstellung „Synagogen in Deutschland: Eine virtuelle Rekonstruktion“ des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) und der Technischen Universität Darmstadt. Die Ausstellung macht deutsche Synagogen aus 15 Städten, die während der NS-Zeit zerstört wurden, virtuell wieder sichtbar und verdeutlicht so den damit einhergehenden kulturellen Verlust. Erstmals ist sie vom 29. August bis 29. November im Holocaust Memorial Center in Farmington Hills bei Detroit zu sehen. Danach soll die Ausstellung in weiteren Städten in den USA zu sehen sein. (mehr …)

Verwandschaften

Sabrina Janesch und Tomasz Różycki lesen aus ihren neuen Büchern | Moderation: Jörg Magenau

Dienstag, 24. August 2010

20.00 Uhr
Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5 | 14109 Berlin-Wannsee

Die Geschichte der Vertreibungen im 20. Jahrhundert hat in den letzten Jahren etliche Autoren zu Spurensuchen angeregt. Das Deutsche Kulturforum östliches Europa und das Literarische Colloquium Berlin präsentieren mit Sabrina Janesch und Tomasz Różycki zwei Schriftsteller der jungen Generation, die sich in ihren neuen Büchern auf ganz eigene Weise mit der Thematik beschäftigen.

Sabrina Janesch, 1985 geboren, legt in diesem Jahr einen Familienroman vor, der sich auf die Reise zu den Vorfahren nach Schlesien und Galizien macht. Katzenberge (Aufbau Verlag) ist eine Recherche nach den Wurzeln der Verwundungen, aber auch eine Suche nach den Möglichkeiten einer besseren Zukunft.

Sabrina Janesch, geboren 1985, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, außerdem Polonistik in Krakau. u.a. Gewinnerin des O-Ton Literaturwettbewerbes des NDR, Stipendiatin des Schriftstellerhauses Stuttgart und des Literarischen Colloquiums Berlin. Als erste Stadtschreiberin von Danzig erwarb sie sich viel Medienaufmerksamkeit. Träger des Stadtschreiberstipendiums war das Deutsche Kulturforum östliches Europa. Den Blog, den Sabrina Janesch im vergangenen Jahr in Danzig führte, kann man hier nachlesen: www.stadtschreiber-danzig.de. Zurzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Roman.

Tomasz Różycki, 1970 geboren und in Oppeln lebend, macht aus demselben Thema in seinem Poem Zwölf Stationen (Luchterhand, aus dem Polnischen von Olaf Kühl) ein ironisches Heldenepos, einen versöhnlichen Aufbruch in die eigene Geschichte in der Form einer heiteren Burleske.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zur Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur 2010, die das Literarische Colloquium Berlin und das Deutsche Kulturforum östliches Europa gemeinsam gestalten. Jörg Magenau moderiert den Abend.

Pressekontakt
Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V.
Thomas Schulz
Am Neuen Markt 1
D-14467 Potsdam
T.   
+49 331 20098-18
F.    +49 331 20098-50
E-Mail: schulz@kulturforum.info

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Tannenberg — Grunwald — Žalgiris 1410 — 2010 Schlachtfeld der Nationalmythen?

Film — Vorträge — Podiumsdiskussion
Anlässlich des 600. Jahrestages der Schlacht bei Tannenberg

 2. – 3. Juli 2010
Filmmuseum Potsdam (Kinosaal) / Breite Straße 1 A, 14467 Potsdam
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (Vortragssaal) / Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

Die Schlacht bei Tannenberg/Grunwald im Jahr 1410 gilt als eine der größten und letzten Schlachten des Mittelalters. Über vier Jahrhunderte später begann »das zweite Leben« dieser Schlacht, die zu einem der wichtigsten Symbole für die Indentitätskonstruktionen der Polen und der Litauer wurde. (mehr …)